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Was ich von Vivian Maier gelernt habe
Alle Fotos sind urheberrechtlich geschützt von Vivian Maier / Maloof Collection

Was ich von Vivian Maier gelernt habe

Noch bevor ich richtig ernsthaft mit der Fotografie angefangen habe und ich auf der Suche war was mich interessiert zu fotografieren, bin ich auf der Suche auf Vivian Maier gestoßen. Ich habe mir den Film über sie angesehen. Ein unglaublicher Film, über eine seltsame Frau, die großartige Bilder in unglaublicher Menge gemacht hat.

Das hatte mich neugierig gemacht. Ich hatte mir dann ein Buch besorgt um von ihren Bilder zu lernen. Damals konnte ich zuerst gar nicht genau sagen was mich an ihren Bildern fasziniert. Eins stand allerdings fest: Ich wollte genau solche Bilder machen wie sie. Stück für Stück kam ich später darauf was mir an ihren Bildern gefiel.

Als erstes waren es die schwarz/weiß-Aufnahmen, in dieser Qualität, die mir gefielen. Sie hatte einen unglaublichen Output. Selbst als sie verstarb waren immer noch tausende Fotorollen unentwickelt. Vivian Maier schien unentwegt, unermüdlich zu fotografieren. Diese Motivation finde ich schon fast vorbildlich. Thematisch fotografierte Vivian Maier Straßenszenen, Personenporträts, interessante Architekturen, Selbstporträts sowie zufällige Objekte auf der Straße. Die meisten von Vivians Arbeiten wurden in New York und Chicago gemacht, aber sie fotografierte auch auf Reisen in Indien und Ägypten. Sie war nicht schüchtern, sich ihrem Objekt zu nähern, um den Rahmen zu füllen. Andere Fotos werden in größerer Entfernung aufgenommen um mehr von der Umgebung und einer interessanten Szene zu zeigen.

Ein der wichtigsten Lektionen die ich von Vivian Maier gelernt habe ist, dass sie für sich fotografiert hat. Sie hatte zu Lebzeiten niemandem ihre Bilder gezeigt. Erst viel später, als sie schon gestorben war und John Maloof auf ihre Bilder aufmerksam wurde, hat sie eine gewisse Berühmtheit erlangt.

 

Über ihre Motivation, warum sie so viel fotografiert hat, ist sehr wenig bekannt. Auf jeden Fall war sie über Jahrzehnte sehr motiviert. Sie war nicht auf Meinungen anderer angewiesen. Sie hat bei jeder Gelegenheit fotografiert, ob in Farbe oder Schwarz/Weiß. Sie hat es so gemacht, wie sie es für richtig hielt: Sie hat ihr Ding gemacht.

Folgende Dinge habe ich von Vivian Maier gelernt:

  1. Auf die Meinung anderer, bezüglich meiner Bilder, keinen Wert zu legen. Das lässt mich die Bilder machen, die ich möchte und ich komme nicht in Versuchung Bilder zu machen, die anderen gefallen könnten.
  2. Produktiv zu sein. Hinaus gehen und die Welt zu dokumentieren. Einer der besten Wege um ein guter Fotograf zu werden ist, viele Bilder zu machen. Je mehr Fotos Du machst, umso besser wird dein Blick und du verfeinerst deine Technik.
  3. Vivian hat sich unheimlich oft selbst fotografiert. Das tat sie teilweise sehr kreativ. Wenn du also mal kein Motiv findest, fotografiere dich selbst, deinen Schatten oder wie auch immer.

Schlussfolgerung: Vivian hat mir beigebracht, viel zu fotografieren und nicht so viel Wert darauf zu legen, was andere von mir und meinen Bildern denken.