Uwe Herold

Einfache Bilder machen – Mach einfach Bilder

…einfach gesagt!

Von mir selbst weiß ich, dass ich mich gelegentlich komplizierter anstelle als nötig.

Da mache ich mir einfach zu viele Gedanken um die Belichtung, ob ich meine Kamera richtig eingestellt habe und ob die Lichtverhältnisse gut genug sind. Das sind alles Gedanken, die mich abhalten um einen gewissen „flow“ zu haben bei dem ich mir eben keine Gedanken um all die Dinge mache. Deshalb fotografiere ich am liebsten im „P“-Modus. Da stellt die Kamera alles von selbst ein und wenn ich mit den Einstellungen nicht zufrieden bin, kann ich diese auch noch nach meinem dafürhalte verändern. Die eigentliche Arbeit macht aber die Kamera. Für einige ist das wie fotografieren im verachteten „Auto-Modus“. Meiner Meinung nach, ist es aber doch so, dass die Kamera häufig automatisch das einstellt, was ich sonst manuell einstellen würde. Also, warum soll ich die Programm-Automatik dann nicht benutzen?!

Als ich anfing zu fotografieren, dachte ich, ich müsste alles manuell einstellen, um als Fotograf gelten zu können. Was für ein Quatsch. Grundsätzlich sollte man schon wissen, welche Parameter man verändert, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. Und was passiert wenn man an den Rädchen hier-und-da dreht. Aber es ist nicht zwingend erforderlich all die Theorie zu pauken, bevor man los zieht um zu fotografieren. Stattdessen sollten wir uns einfach auf den Weg machen, auf die Entdeckungsreise, offen für das was mir begegnen wird und immer bereit für den nächsten Druck auf den Auslöser.

Mach Dir nicht zu viele Gedanken um Komposition und wie das Bild aussehen könnte. Lass Dich von Deinem Bauchgefühl leiten und drück bei der nächsten Gelegenheit ab! Vor allem soll das Fotografieren Spaß bringen und keine verkrampfte Veranstaltung werden. Der Rest kommt von ganz allein. Je mehr Du unterwegs bist um zu fotografieren, umso mehr wirst Du begreifen wie die Einstellungen an der Kamera an den Gegebenheiten anzupassen sind. Es ist das tägliche Training das es bringt. Du kannst nicht erwarten, dass Du alle halbe Jahre mal unterwegs bist und dann gigantische Fotos machst. Jeden Tag eine kleine Runde mit der Kamera in der Hand bewirkt mehr als zweimal im Jahr einen Foto-Marathon hingelegt.

Was bei diesen kleinen täglichen Rundgängen trainiert wird, ist der Blick für Motive. Wenn Du das nicht trainierst und Du sonst eher durch die Gegend hetzt als spazierst, wirst Du sehr wahrscheinlich den Blick für Motive nicht haben. Dafür musst Du Dir Zeit nehmen. Vor allem musst Du Dich auf den Weg machen und einfach mal anfangen, möglichst bei jedem Wetter.

Wenn Du so unterwegs bist, beobachtest Du Dein Umfeld. Du wirst sehen, es dauert nicht lange dann fallen Dir die ersten Motive auf, sie springen Dich förmlich an. Dabei geht es nicht um die spektakulären Aufnahmen, die Du aus entlegenen Gegenden kennst. Die Kunst besteht doch darin, sein Umfeld gut in Szene zu setzen. Mit den Gegebenheiten wie sie sind ein gutes Bild machen. Dafür braucht man nicht viel. Sieh Dir die Bilder von William Eggleston an. Er hat den Blick um unspektakuläre Gegenden kunstvoll in  zu fotografieren.

Sei motiviert und bleib am Ball.

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